Gutes Hören ist wichtig für die Demenzvorbeugung
- Dr. Hans Gnahn

- vor 4 Tagen
- 1 Min. Lesezeit

Zugegeben: Klingt langweilig, ist aber doch sehr wichtig!
Die ehrwürdige und immer noch führende Medizinzeitschrift "The Lancet" aus
London hat eine Reihe von Kommissionen ins Leben gerufen. Für unser Thema wichtig ist die Lancet-Kommission für Demenzprävention, die im Juli 2024 ihren neuesten, weltweit beachteten Bericht veröffentlich hat. Die Kernaussage ist, dass fast die Hälfte aller Demenzfälle weltweit (ca. 45%) durch die Beeinflussung von Risikofaktoren verhindert oder deutlich hinausgezögert werden können.
Ein Bild sagt bekanntlich mehr als tausend Worte, wie diese Grafik zeigt:
Nutze es, oder verliere es
Bemerkenswerterweise wird eine Beeinträchtigung des Hörens als wichtiger
Risikofaktor für Demenz aufgeführt. Ein befreundeter HNO-Arzt hat mir kürzlich
gesagt, dass diese Tatsache in seinem Fachbereich seit Jahrzehnten wohl bekannt
ist. Schwerhörigkeit beginnt oft schleichend und viele Betroffene "gewöhnen" sich daran.
Nicht wenige finden das Tragen von Hörgeräten lästig oder sogar stigmatisierend.
Das Gehirn funktioniert nach dem Prinzip "Nutze es, oder verliere es". Das gilt auch
für die Hörbereiche im Gehirn. In der Folge kommt es nicht selten zu einer sozialen
Isolation und Depression, also weiteren Risikofaktoren für die Entwicklung einer
Demenz.
Mein Rat für Sie
Mein Rat ist: Lassen Sie Ihr Hörvermögen auch schon bei leichten Anzeichen einer
Hörstörung überprüfen und erproben Sie Hörgeräte, wenn diese vom HNO-Arzt
verordnet werden. Viele mir bekannte Betroffene haben eindeutig von Hörgeräten
profitiert, die aber natürlich auch optimal angepasst werden müssen.
Bleib jung!





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